Die lustigen Weiber von Windsor

Musikalische Komödie frei nach der gleichnamigen komischen Oper mit Musik von Otto Nicolai

Dauer ca. 125 Minuten inkl. Pause

Mai bis Juni 2018 

Termine und Tickets

Über dieses Stück:

Sir John Falstaff durchlebt harte Zeiten und fürchtet, sein bequemes Leben aufgeben zu müssen, falls es ihm nicht gelingt, Geld aufzutreiben. Er hofft darauf, die Aufmerksamkeit zweier Damen aus Windsor zu erlangen, Frau Fluth und Frau Reich, indem er ihnen zwei (identische) Liebesbriefe schreibt. So wird er in die Gesellschaft zweier schöner Frauen kommen, die zufälligerweise auch noch reiche Ehemänner haben.

Da ist er allerdings an die Falschen geraten. Gemeinsam mit den Dorfbewohnern schmieden sie einen Plan um dem dicken Tunichtgut eine Lehre zu erteilen. Gemeinsam locken sie ihn bei Mondaufgang in den Wald und erscheinen ihm als Elfen, Insekten und Geister verkleidet...

Eine beschwingte und zugleich märchenhafte Komödie mit der wunderschönen Musik von Otto Nicolai und in einer phantasievollen Ausstattung von Annette Finze. Die Regie übernehmen Theaterleiter Hans-Dieter Maienschein und die bekannte Mezzo-Sopranistin Pari Samar, die gemeinsam schon erfolgreiche Opernschauspiel-Produktionen wie Rigoletto, Hoffmanns Erzählungen oder Gianni Schicchi auf die Bühne des Papageno Theaters gebracht haben.

Das schreibt die Presse:

"Das Papageno-Musiktheater hat mit seiner Inszenierung [...] wieder einen Volltreffer gelandet. Und man muss sich einig sein: Hans-Dieter Maienscheins Theater gehört zu den kleinen Juwelen in der vielfältigen Kulturwelt Frankfurts. [...] Das Ensemble des Papageno-Theaters brachte Shakespeares Turbulenzen äußerst munter auf die Bühne und besonders die gesangliche Leistungen von Semira Samar, Sue Voges und Burkhard Solle sind beachtlich. Allen Darstellern jedoch ist die Freude am Spiel anzumerken. Es gibt in der Kritik keine Abstriche. Und dass Hans-Dieter Maienschein ein Sir John Falstaff par excellence ist, hat man schon erwartet. Das Bühnenbild ist mit einfachsten Mitteln mit Hilfe von drapierten Stoffbahnen, dem Vorhang und wenigen Gegenständen sehr stimmig. Dabei ein Bett im Mittelpunkt als zarte Andeutung. Aber wie der nächtliche Wald hingezaubert wird mit Sternenhimmel, Mond und Bäumen fasziniert die Besucher. Auch die Kostüme in ihrer Üppigkeit mit Liebe zum Detail (Annette Finze) passen genau und die musikalische Leitung von Seung-Jo Cha – wie gewohnt zart und die Sänger gut führend – überzeugt. Alles in allem: es war ein vergnüglicher Abend."(Frankfurt-Live.com)

"Das Frankfurter Papageno Musiktheater im Palmengarten, dessen Bühne [...] äußerst überschaubar ist, prunkt dafür mit detail- und einfallsreichen Kostümen (Ausstattung: Annette Finze). [...] Es gibt nicht nur einen, sondern zwei stolze Hirschköpfe, die Hüte der Herren prunken mit Federn, ihre Bäuche runden sich unter Brokat. Mit durchaus beschränkten finanziellen Mitteln schlägt sich das Papageno mit seinem Abendprogramm für Erwachsene als winzige Opernbühne respektabel durch. Die Inszenierung von Hans-Dieter Maienschein und Pari Samar setzt geradlinig und textgetreu auf den bewährten Spaß, in dem ein genussfreudiger Schlawiner (Maienschein spielt den Falstaff) von pfiffigen Frauen hereingelegt wird. Fünf Musiker machen unter der Leitung der Pianistin Seung Jo-Cha doch auch einen gewissen Eindruck von Üppigkeit. Man ist beim Papageno Theater in jeder Hinsicht beherzt, nimmt ein vertrautes Stück wie die "Lustigen Weiber" als saftige, unkomplizierte Unterhaltung. [...] Sterne funkeln, wenn er [Falstaff] in den Wald gelockt wird. Dann wird er noch ein bisschen gezwickt und gezwackt. Dann darf er mit den anderen die Hochzeit von Anna und Fenton feiern. Man könnte meinen, dass selbst die kleinen Schweinchen-Nagetiere an seinem Kragen lächeln." (Frankfurter Rundschau)

"Für die musikalische Umsetzung [...] sorgte Ingmar Sonnenmoser, der die Partitur für Kammerorchester [...] klug eingerichtet hat, welches wiederum Seung-Jo Cha zielstrebig und mit viel Gefühl für klangliche Nuancen leitet. Ein großes Orchester vermisst man zu keinem Zeitpunkt. Die straffe Inszenierung, mit viel Humor und Pfiff aufwartend, liegt in den bewährten Händen des künstlerischen Leiters des Hauses, Hans-Dieter Maienschein, dem Pari Samar mit klugen Regieideen zur Seite steht. Maienschein selbst spielt und singt mit Leidenschaft und Verve den Helden der komischen Oper, den beleibten Landadeligen Sir John Falstaff. Trefflich wird der Stoff hier in der elisabethanischen Epoche belassen, was sich in den sehr fantasievollen Kostümen mit viel Ornat und Brokatstoffen augenfreundlich zeigt. Gar nicht hoch genug zu schätzen, wie viel Arbeit sich damit Ausstatterin Annette Finze gemacht hat. Insgesamt eine Papageno-Produktion, bei der alle Mitwirkenden an einem Strang ziehen und herrlich kurzweilige Unterhaltung auf hohem künstlerischen Niveau auf die Bühne bringen. Auch gesanglich gibt es hier nichts zu bemängeln. Semira Samar und Renate Maienschein als Frau Fluth und Frau Reich bieten hinreißende Arien-Eleganz; Sven Marko Schmidt und Jörg Schäfer demonstrieren als deren Ehemänner gewitzten Geist. So kann ein Bühnenstoff, der doch recht possenhaft anmutet, originell und mit viel gestalterischem Elan umgesetzt werden." (Frankfurter Neue Presse)

"Armer Falstaff! Shakespeares Ritter von der rundlichen Gestalt kommt bei Otto Nicolai schlecht weg. Der Wiener Komponist aus Königsberg hat dem elisabethanischen Antihelden die tragikomische Ambivalenz geraubt. Hans-Dieter Maienschein gibt ihm zumindest ein wenig davon zurück. In der romantischen Opera buffa "Die lustigen Weiber von Windsor" ist Falstaff der Gefoppte. Im Papageno Musiktheater ist er mehr als ein bestrafter Tunichtgut, er ist ein vom Glück verlassener einsamer Narr, der denn auch das Regenlied seines berühmten Verwandten aus der Shakespeare-Komödie "Was ihr woll" vorträgt. Diese Rolle ist dem Theaterprinzipal wie auf den Leib geschrieben. [...] Unter der musikalischen Leitung von Seung-Jo Cha am Klavier begleitet das Papageno-Quintett die Sänger und Schauspieler äußerst kontrastreich. Geradezu militärisch geht es zu im Duett von Falstaff und dem verkappten Fluth, der in Gestalt von Sven Marko Schmidt gern mit dem Degen fuchtelt. [...] Im Belcanto ihrer Liebesarien übt sich [...] Sue Voges als Jungfer Anna, Burkhard Solle steht ihr als treuherziger Fenton in schmelzender Zweisamkeit bei. Semira Samar und Renate Maienschein sind ein wunderbar eingespieltes Weiber-Paar, teils singend, teils sprechend. Zum Lachen reizen vor allem Markus Wedde als französischer Freier Dr. Cajus und Erich Pantaleon Bro-Larsen als tenoral flötender Pfau namens Spärlich." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Mit freundlicher Unterstützung der Dr. Marschner Stiftung

Diese Produktion wird gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst