Liverpool Oratorio (in Originalsprache)

Exklusiv-Aufführung mit persönlicher Erlaubnis von Sir Paul McCartney und Carl Davis

Dauer ca. 100 Minuten

Dear Hans-Dieter

Thanks so much for sending the programme from your production of my Liverpool Oratorio. It looks like it was very well done and pity I missed it but please send my personal best wishes to the cast and all who participated in the production.

Thanks again to you.

Best regards,

Paul

Zum 150jährigen Jahrestag der Gründung des Royal Liverpool Philharmonic Orchestra wurde der amerikanische Komponist und Dirigent Carl Davis gebeten, etwas Besonderes zu schreiben – even­tuell gemeinsam mit Paul McCartney. Dieser war von Anfang an sehr an dem Projekt interessiert und wurde schließlich offiziell mit der Komposition beauftragt.

Über 400 Songs hatte das erfolgreiche Beatles-Mitglied bis Ende der 80er Jahre veröffentlicht, ohne jemals eine musikalische Ausbildung erhalten zu haben. Das Oratorium entstand durch die geniale Zusammenarbeit der beiden unterschiedlichen Vollblutmusiker. Gemeinsam verbrachten die beiden hunderte Stunden mit Komponieren und Orchestrieren, bis das Oratorium schließlich 1991 uraufgeführt wurde.

Die Handlung ist teilweise an das Leben McCartneys in Liverpool angelehnt: 1942 wird "Shanty" während eines Luftangriffes geboren – ein Hauch Hoffnung im Chaos des Krieges. In seiner Schul­zeit zweifelt der Junge an seiner Existenz, er rebelliert und träumt von den Geistern der Vergangen­heit und der Zukunft. Schließlich findet Shanty seine Traumfrau, sie verlieben sich und heiraten. Doch Mary Dee ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau, während ihr Mann sich die Zeit mit seinen Freunden vertreibt. Als Mary Dee das gemeinsame Kind zur Welt bringt, findet Shanty zurück in den Schoß seiner Familie und zu traditionellen Werten. Das entspricht dem Leitthema des Oratoriums "Nicht für uns selbst, sondern für die ganze Welt sind wir geboren&quot".

Das schreibt die Presse:

"Was für ein Auftakt: Rechtzeitig zur Premiere am Karfreitag ist ein Blumenstrauß samt handsigniertem Dankesschreiben des Poptitanen in Frankfurt eingetroffen. Er hätte wie die Zuschauer im vollbesetzten Theaterchen seine helle Freude gehabt. Denn das Instrumental-Ensemble, dem vieles gelingt, begleitet eine Sängerschar, die mit Leidenschaft und Können bei der Sache ist. Initiatorin Eklund ebenso wie Martin Kellenbenz als Shanty [...] Mit June Card hat man eine leibhaftige Frankfurter Kammersängerin für diverse Nebenrollen, mit dem jungen Sung Won Lee einen Bariton, der nicht nur als Shantys Saufkumpan [...] aufhorchen lässt. Zu Maienscheins Inszenierung gehören ferner ein die Zweisamkeit fixierender Kreis aus Kuschel-Schlange und Sitzwürfeln, ein am Bühnenrand postierter sechsköpfiger Chor, der an Inbrunst den Solisten nicht nachsteht..." (Darmstädter Echo)

"In dieser Kammerversion konnte das Werk, dessen Text auf Erinnerungen McCartneys an Liverpool beruht, durchaus überraschen. Wo das Original auf opulenten Chorklang und Orchestersound setzt, wirken in der Bearbeitung zerbrechliche Kammermusikklänge. [...] Direkt auf Hans-Dieter Maienschein ging die Idee zurück, das Oratorium halbszenisch zu inszenieren. Die Sängerinnen und Sänger waren in Tweed und Schlägermütze kostümiert. Die beiden Hauptdarsteller wurden zusätzlich durch Schauspieler verkörpert: ein anspruchsvolles Pantomimenspiel mit unterhaltendem Mehrwert." (FAZ-Kultur)

Diese Produktion wird durch unseren Partner, die Dr. Marschner Stiftung, ermöglicht.